GAL-Eigenproduktion

Derzeit läuft eine Studie in Deutschland (Prof. Dr. Peter Schadewaldt), deren Ziel es ist herauszufinden, wie hoch die Eigenproduktion von Galaktose bei Erwachsenen und bei Kindern mit Galaktosämie ist und ob es in den verschiedenen Altersstufen Unterschiede in der Höhe der Eigenproduktion gibt sowie ob und wie weit durch die neuen Erkenntnisse ein Einfluss auf die Diätführung besteht.
Bei den bisher untersuchten Personen wurde festgestellt, dass die Galaktose-Konzentration bei GalaktosämikerInnen 10 x höher und die Galaktitol-Konzentration 20 – 40 x höher war als bei Personen ohne die Stoffwechselstörung.
Im Zuge der Untersuchungen ergaben sich eine Fülle von neuen Fragen, wie z.B.:

Ist die Galaktose-Produktion bei kleinen Kindern, die noch wachsen, höher als bei Erwachsenen?

Die Frage beruht auf der Tatsache, dass ein ganz großer Teil der Galaktose gebraucht wird, um Körperzellen und Strukturen, also bestimmte Bausteine von Körperzellen aufzubauen.

Was passiert bei GalaktosämikerInnen mit der Galaktose im Körper, wo lagert sie sich ab?

Man weiß, dass nur sehr wenig von der Galaktose oxidiert wird. Man weiß aber z.B. nicht, wieviel von der Galaktose ins Galaktitol übergeht (kann man bisher nicht messen).