PKU Lexikon

Familienbeihilfe:

Unbedingt Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe stellen. (Unter bestimmten Umständen auch rückwirkend möglich). Es ist dies die Basis für andere Förderungen. (Arbeitnehmerveranlagung, Zuschuss Telefongebühren, GIS Gebührenbefreiung,…) 

Die erhöhte Familienbeihilfe kann über das 21.Lebensjahr hinaus bezogen werden, wenn die betroffene Person „überwiegend keiner beruflichen Tätigkeit“ nachgeht. In der Begründung sollte dann folgende Formulierung stehen: „…ist voraussichtlich nicht in der Lage, sich dauerhaft den Lebensunterhalt zu verdienen“.

 

Arbeitnehmerveranlagung:

• Beilage zur Einkommensteuererklärung einreichen (Pauschale wegen „Behinderung“ des Kindes) beantragen

• Bei selbst betroffenen: Pauschale wegen Diätverpflegung beantragen (Im Formular „Stoffwechsel“ eintragen)

• Weiterbildungsmaßnahmen: Kosten Generalversammlung, Kilometergeld

Medizinische Rehabilitation:

• Immer bei der PVA beantragen (Tel. 05/0303) Dort hat jeder seinen eigenen Rehaberater.

• Darauf achten, dass der Berufsschutz erhalten bleibt!

 

Behindertenausweis:

Die Einstufung erfolgt vom Bundessozialamt in %. Bei einer Einstufung größer 50% kann ein Antrag auf Ausstellung eines Behindertenpasses nach dem BBHG (Bundesbehindertengesetz) erfolgen.

 • Achtung!!! Einstufung als „Begünstigbarer Invalide“ durchführen lassen (NICHT als „Begünstigter Invalide“ = der sog. „Einstellschein“)

Der Ausweis ist identisch. Als „Begünstigbarer Invalide“ verwendet man den Ausweis für den „Privatbereich“ – der Arbeitgeber wird NICHT verständigt und man hat dadurch keine Probleme bei der Jobsuche.

 • Grundsätzlich muss keine Bekanntgabe beim Arbeitgeber erfolgen, auch wenn dies in diversen Einstellungsunterlagen gefordert wird (Behindertengleichstellungsgesetz).

 Einzige Ausnahme ist, wenn man selbst Arbeitnehmerschutz wünscht.

 • Heftchen Nr.7 beachten (Übersicht auf S56)

 

Pflegegeld:

Pflegegeld wird nur für erhöhte Zeitaufwendungen zuerkannt. Im Falle der PKU umfasst dies z.B.: Diät kochen, Ausrechnen, Pulver verabreichen (auch Animation zum Pulver trinken), Beschaffung der Speziallebensmittel, usw..

Zu Beachten ist, dass es gewisse pauschale Zeiten in den amts-internen Formularen der Amtsärzte gibt, die diese Zeiten kürzen.

Für Pflegegeld der Stufe 1 sollte dann ein zeitlicher Mehraufwand von mindestens 50Std. übrig bleiben. Dies wird normalerweise bei der PKU-Diät problemlos erreicht. Gründliche Vorbereitung zum amtsärztlichen Untersuchungstermin wird empfohlen.

• Nicht die Minuten „herunterhandeln“ lassen!

• Bei Vorladungsterminen darauf bestehen, dass vom Sachverständigen alle Aufwendungen auch im Protokoll festgehalten werden.

• Pflegegeld ist Landesgesetzgebung und wird nach unserer Erfahrung sehr individuell gehandhabt.

• Der Antrag kann bereits im Kleinkindalter gestellt werden.

• Wird das Pflegegeld zuerkannt, erfolgt die Auszahlung rückwirkend mit dem Tag der Antragstellung

 Sonstige Anmerkungen:

? Es gibt verschiedene länderspezifische Förderungen (z.B.: Schulveranstaltungsbeihilfe, Schulbeginnbeihilfe, Familienurlaubszuschuss,...) Durch den Bezug der erhöhten Familienbeihilfe erhöht sich die Grenze des Familieneinkommens und somit der Förderbetrag.

? Bei AUVA und Bundessozialamt sollten nach Möglichkeit keine Gutachten einer Rehabilitation dazugegeben werden, da sich ansonsten immer eine Verbesserung in der Einstufung ergibt

? Alles was eingereicht wird, kopieren und selbst zu Untersuchungen oder Amtsterminen mitnehmen.

 

Anmerkung der ÖGAST: Das Sekretariat steht ihnen bei Fragen hinsichtlich diverser Amtswege etc gerne jederzeit zur Verfügung.

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