E.S.PKU Treffen 2008 - Mein Trip nach Island
Am 2.Oktober ging es los, mit dem Zug von Salzburg nach München. Mit dem Flugzeug von München nach Kopenhagen, umsteigen und dann weiter von Kopenhagen nach Reykjavik, Island.
Gelandet inmitten eines heftigen Schneetreibens ging es dann weiter zum Bus, der mich nach nahezu zweistündiger Fahrt wegen all dem Schnee und Eis endlich an der Jugendherberge absetzte. Dort erwartete mich auch schon Timon Schaffer und die anderen PKUs, die eine Woche zuvor zum 1. Erwachsenen Treffen nach Island gereist waren.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen habe, sind wir noch einige Zeit zusammengesessen und Timon hat mir Fotos von bis vom Vortag noch unverschneitem Island gezeigt.
Am nächsten Tag in der Früh ging es mit einem Taxi ins Konferenzhotel, wo das E.S.P.K.U Meeting stattfand.
Die Vorträge waren alle sehr interessant und informativ gestaltet und es wurde ein neues Board (Vorstand) gewählt und erstmals sind nun zwei Betroffene im neuen Board tätig.
Neuer Präsident ist David Abeln (39) aus den Niederlanden, wo er auch der Obmann von der niederländischen PKU Organisation ist.
Vicepräsidentin ist Dinah Lier (25), sie hat selbst PKU, ist aus der Schweiz und ist Vorstandsmitglied in der CHIP, der schweizer PKU Organisation.
Maarten Criem (26), ist auch selbst PKU Betroffener und aus Belgien, als „Schatzmeister“.
Der einzige im Vorstand der geblieben ist, ist Tobias Hagedorn aus Deutschland im Sekretariat.
In den Pausen konnten wieder Produkte und Aminosäurenmischungen probiert werden, teilweise auch welche, die es bei uns noch gar nicht gibt. Zum ersten Mal hat mir da so eine Aminosäurenmischung für unterwegs geschmeckt, ja und dann gibt’s die bei uns noch nicht, tja.
Das Buffet in dem Hotel war großartig, sehr reichhaltig und ausgefallen. Auch beim Frühstück hatte man eine sehr große Auswahl und es wurden sogar Waffeln frisch zubereitet wenn man wollte.
Ich schlief alleine in der Jugendherberge den ganzen Aufenthalt über, weil ich nicht wusste, dass die anderen PKUs vom Treffen ins Hotel ziehen, das war irgendwie aneinander vorbeigeredet also war ich alleine dort. Am 4.Oktober, Samstag, war mein Geburtstag und ich bekam vor versammelter Menge ein Ständchen über das ich mich sehr gefreut habe.
Für diesen Tag war auch noch ein Ausflug in die Blue Lagoon angesagt. John, ein junger Mann aus England leistete mir bei dem Ausflug Gesellschaft, er hat auch PKU. Wir sind mit dem Bus vom Hotel abgeholt worden und verbrachten einen schönen Nachmittag in der blauen Lagune. Als wir dort weggefahren sind hatte ich schon Kopfschmerzen und mir war übel und es wurde immer stärker. Im Hotel angekommen schleppte ich mich in die Lobby und setzte mich auf eine Couch. Ich hätte noch eine Stunde zum nächsten Termin warten müssen aber ich hätte das nicht ausgehalten. Also hab ich mir ein Taxi rufen lassen und bin in die Jugendherberge gefahren und als ich dort angekommen bin gings auch schon los und so hab ich den restlichen Abend, den Sonntag erbrechend und schlafen im Zimmer verbracht. Am Sonntag habe ich mich für drei Stunden aufgerafft und mich ins größte Kaufhaus Islands geschleppt weil ich mir gedacht habe, jetzt bin ich mal in Island und dann kanns doch nicht sein, dass ich einfach nur im Bett liege. Am Montag gings dann um fünf Uhr früh mit dem Bus los zum Flughafen. Zuerst wieder nach Kopenhagen, eine Stunde Verspätung, wir saßen schon im Flugzeug, es war aber irgendwas mit dem Benzinschlauch nicht in Ordnung wurde uns gesagt, also saßen wir da. Dann flogen wir endlich los, zum Glück hatte ich eine Stunde Zeit zwischen den Flügen und habe schon durchchecken lassen und so bin ich in Kopenhagen ausgestiegen, zum anderen Gate gesaust und fünf Minuten später ins nächste Flugzeug eingestiegen das mich dann nach München gebracht hat. Dort gings dann mit der S-Bahn zum Flughafen, dort musste ich eine Stunde warten und dann saß ich endlich im Zug Richtung Salzburg. In Salzburg angekommen fuhr ich mit dem Taxi nach Hause und war heilfroh zu Hause zu sein. Nach diesem Trip lag ich noch fast zwei Wochen mit einer Magen-Darm Grippe im Bett, schönes Souvenir!
Die Reise nach Island war ein einmaliges Erlebnis! Ich möchte mich vor allem bei Ernst, und auch bei meinen VorstandskollegInnen für diese Möglichkeit bedanken!
Jasmin Trinkl / jasmin.trinkl@oegast.at



